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Zusatzleistungen

Sie haben einmal jährlich Anspruch auf eine Krebsvorsorgeuntersuchung. Sie besteht aus einer gynäkologischen Untersuchung, einem Abstrich vom Muttermund und ab dem 30. Lebensjahr inklusive der Tastuntersuchung der Brustdrüsen. Ab dem 45. Lebensjahr haben Sie zusätzlich Anspruch auf eine Tastuntersuchung des Enddarms. Ab dem 55. Lebensjahr können sie sich zwischen einem Test auf Blut im Stuhl (alle zwei Jahre) oder einer Koloskopie (alle zehn Jahre) entscheiden.

Mit der regelmäßigen Inanspruchnahme dieser Krebsvorsorgeuntersuchung hat jede Patientin eine relativ gute Sicherheit, dass bösartige Erkrankungen schon im Frühstadium entdeckt werden. Wir haben heute durch die weiterentwickelte Medizin aber mehr Möglichkeiten, Vor- und Frühstadien bösartiger Erkrankungen zu erkennen:

Eine Ultraschalluntersuchung des inneren Genitals zur Beurteilung der Eierstöcke und der Dicke der Gebärmutterschleimhaut.

Eine Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen zur Erkennung nicht tastbarer Veränderungen des Brustdrüsengewebes.

Leider werden diese sinnvollen Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Krebsvorsorge nicht bezahlt.

HPV-Infektion (humane Papillomviren)

Die HPV-Infektion ist eine der häufigsten sexuell übertragenen Erkrankungen. Sie kann eine Vielzahl gutartiger Haut- und Schleimhautveränderungen hervorrufen, ist aber auch für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses mit verantwortlich. Es wird zwischen "low-risk“-Viren, die genitale Warzen (= Condylome) verursachen, und "high-risk“-Viren, die an der Entstehung von Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses beteiligt sind, unterschieden. Condylome sind meist leicht zu erkennen. Infektionen mit „high-risk“-Viren im Rahmen der traditionellen Vorsorgeuntersuchung bleiben oft unerkannt. Eine Früherkennung ist meistens nicht möglich. Neue empfindliche Testmethoden zum Nachweis von Virus-DNA geben uns die Möglichkeit, auch nicht sichtbare Virus-Infektionen zu erkennen. Durch einen Abstrich aus dem Gebärmutterhalskanal während der Vorsorgeuntersuchung können wir eine HPV-Infektion nachweisen und zwischen „low-risk“-HPV-Infektionen und „high-risk“-HPV-Infektionen unterscheiden. Damit wird es möglich, frühzeitig weitere diagnostische oder therapeutische Maßnahmen einzuleiten.

Unsere Mitarbeiterinnen beraten Sie gern, welche Maßnahmen bei Ihnen im Einzelfall sinnvoll und nützlich sind.

Ultraschalluntersuchungen in Dresden